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Hintergrund: Die wirtschaftliche Entwicklung einer ländlichen Region hängt in einem nicht geringen Maße auch von dessen Anziehungskraft für industrielle Ansiedlungen ab. Einwände bezüglich der optischen Einbußen in der heimatlichen Idylle durch unattraktive Industriehallen sollten daher auch mit dem ökonomischen Zugewinn für die gesamte Gemeinde abgewogen werden. Arbeitsplätze und Steuereinnahmen stehen der Angst vor landschaftlichem Attraktivitätsverlust gegenüber. Bei der Planung einer Thüringer Biogasanlage führten genau diese Überlegungen zu einer Debatte innerhalb der Gemeinde.
Die optischen Einbußen durch industriellen Neubau halten sich hier in Grenzen – meinen die Befürworter. Denn es ist heute durchaus möglich, industrielle Anlagen mit einer gewissen landschaftlichen Anpassung zu gestalten. Auf der anderen Seite möchte niemand in der Nähe einer Biogasanlage wohnen, so die Kritiker. Dies würde zu einem erheblichen Attraktivitätsverlust der Umgebung führen. Um eine erweiterte Diskussionsgrundlage zu schaffen, wurde daher beschlossen, die gesamte Anlage mithilfe von Architekten, Landschaftsplanern und Visualisierungsexperten zunächst virtuell in die Landschaft einzubetten. So erstellten wir mithilfe von Bauplänen und Luftbildern eine 3D-Darstellung der geplanten Biogasanlage.
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