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--- Thüringer Allgemeine vom Mittwoch, 27.09.2006 --- Fliegende Kamera über der Ebersburg
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HERRMANNSACKER (hkn). Wenn man über 800 Jahre zählt, darf man als Bauwerk Alterserscheinungen zeigen, trotzdem aber dem Vergehen trotzen. Solches geschieht zurzeit dem Bergfried der Ebersburg-Ruine. Der Bergfried möchte auch den kommenden Generationen Zeugnis geben von der Baukunst der mittelalterlichen Meister. Er möchte, dass man ihn wieder als Guck-ins-Land benutzen kann. Seit dieser Woche weiß man genauer, wie es um den Bergfried steht, der besonders in den vergangenen zwei Jahren unterm Wetter litt und zahlreiche seiner Steine verlor.
"Wir lassen Bauwerke wirken." So stand es auf dem Auto, das zwei junge Männer mit einem Foto-Video-Helikopter in SD-Animation hinauf zur Burgruine brachte. Mit Hilfe dieser - an eine Riesenlibelle erinnernden - fliegenden Kamera wurde der Zustand des Bergfriedes genauestens dokumentiert, wovon sich Mitglieder des Vereins für lebendiges Mittelalter und Wanderer, die gerade auf der Burgruine waren, am Ende der Flugaktion auf einem Monitor überzeugen konnten. So wird nun eine qualitätsvolle Dokumentation erstellt, mit deren Informationen man bei der notwendigen Sanierung bestens im Bilde ist. Seit Jahren hilft die Bennert-Gruppe, zu der das Monumedia -Team gehört, vielen Denkmalen in Deutschland zu überleben. Sie arbeitet eng mit den zuständigen Behörden zusammen. Experten sind beeindruckt, dass die Ruinen der Ebersburg noch den ursprünglichen Baustil des 12./13. Jahrhunderts bewahrt haben. Das kommt nicht mehr häufig vor. Denn oft bauten spätere Generationen an den Burganlagen. Noch in diesem Jahr sollen Sicherungsarbeiten beginnen. Denn der Zustand des Bergfriedes bereitet Sorgen. Die neuen Bilder weisen unter anderem nach, dass der Bewuchs auf der oberen Ringmauer gewaltig ist. Neben üppigem Strauchwerk gibt es zwei imposante Eichen, von denen die eine, so sieht es jedenfalls auf den Fotos aus, einen Stamm besitzt, der sich seit 100 Jahren entwickelt hat. Dem Bergfried ist zu wünschen, dass die ersten Sicherungsarbeiten an ihm bald beginnen können. Denn jeder Winter, der jetzt noch über ihn hinweggeht, ist einer zu viel.
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