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Vier Filme sollen zur Multi-Media-Schau im Turm der Camburg laufen Camburg. Auf dem historischen Camburger Kirchplatz hat gestern Bürgermeister Thomas Moritz dem Heiligen Laurentius eine Thüringer Rostbratwurst serviert. Die Szene haben Mitarbeiter der Firma "Monumedia" aus Weimar mit der Kamera festgehalten. Die Filmleute gehören zur Bennert-Gruppe, ein bekanntes Bauunternehmen zwischen Weimar und Erfurt. Dieser Betrieb, der seit Jahren in der Denkmalpflege in ganz Deutschland aktiv ist, saniert seit vorigem Jahr auch den Turm der 1 000-jährigen Camburg. Über Treppen im Inneren des einzigartigen noch weitestgehend original erhaltenen Teils der ehemals stolzen Camburg sollen die Besucher ab Oktober dieses Jahres gleichsam durch die Geschichte aufsteigen können. Den optischen Eindruck der Historie der Stadt und ihrer Bürger sollen Videofilme vermitteln, die im Turm an die Wände projiziert werden. Mit der Szene, die gestern auf dem Kirchplatz gedreht wurde, sei auch der vierte und letzte Film für die Schau im Kasten, so Thomas Scharfenberg, Mitglied der Filmgruppe und gleichzeitig Darsteller des Heiligen Laurentius, dem Schutzheiligen Camburgs, der auch das Stadtwappen ziert. Mit der einzigartigen Schau im Turm der Camburg will die Stadtverwaltung ihr Wahrzeichens für Besucher zu einer Erlebnisstätte ausbauen. Der Burgberg mit seinem Turm und den weiteren Gebäuden, die etwa vor 70 Jahren entstanden sind, war viele Jahrzehnte, bis in die jüngste Zeit nicht öffentlich zugänglich. In der NS-Zeit war in den Räumen, die eigentlich als Jugendherberge gedacht waren, eine Gebietsführerschule der Hitlerjugend eingerichtet worden. In der DDR-Zeit wurde daraus zunächst eine Kreisparteischule und später ein Studentenwohnheim der Uni Jena. Heute befindet sich das gesamte Areal im Besitz der Stadt Camburg. Die Gebäude sind gesichert und die schönsten Teile sind für Veranstaltungen nutzbar und gefragt. Für den Turm, von dessen Spitze sich Besuchern eine atemberaubende Aussicht auf das Saaletal bis weit nach Sachsen-Anhalt hinein bietet, ist mit Hilfe der Firma Bennert, ebenfalls ein zukunftsträchtiges Konzept gefunden worden, freut sich Bürgermeister Thomas Moritz und sieht der Eröffnung mit Spannung entgegen. Von OTZ-Redakteur H.-U. Fischer
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