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Weimar, (tlz/web) Bei Bewältigung des übergroßen Interesses zur Eröffnung der fulminanten Schau "Ereignis Weimar" half der Klassik Stiftung geballter Technik-Einsatz: Erstmals wurden die Ansprachen aus dem nahezu überfüllten Festsaal auch in den Südflügel und ins Gentzsche Treppenhaus übertragen. "Nehmen Sie Ihr Aufgeteiltsein auf drei Schlossbereiche als authentischen Beweis dafür, dass Weimar selbst heute für das, was sich hier ereignete, eigentlich noch immerzu klein ist", empfahl Stiftungspräsident Hellmut Seemann allen Gästen. Mit mehr als 500 Exponaten in 31 Räumen des Schlosses dokumentiert die Präsentation das "Ereignis Weimar". "Wenn wir mit dem Schloss die eigentliche Mitte der Klassik wiedergewinnen, so bietet die Einbeziehung Jenas in die Kulturgeschichte Weimars die zweite Ansicht der einen Münze, als die wir die Weimarer Klassik betrachten sollten", betonte Seemann in seiner Ansprache. Nicht nur hat das Ereignis Weimar in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine große Zahl von Unterstützern, Wegbereitern und Protagonisten gehabt. Dasselbe darf nach den Worten Seemanns auch für die Ausstellung selbst gelten. Bund und Land stellten zusätzliche Geldmittel für die Exposition zur Verfügung, deren Umfang und Anspruch die Möglichkeiten des normalen Haushalts weit überstieg. Von Anfang an intensiv begleitet wurde die Ausstellung von der Schiller-Universität Jena und dem Sonderforschungsbereich "Ereignis Jena-Weimar", so dass die Präsentation eine "wirkliche Kooperation zwischen Weimar und Jena" geworden sei. Dem Leitungsteam attestierte Seemann, "großartig gearbeitet" zu haben. Als besonders wichtig erwies sich für ihn auch die Zusammenarbeit mit dem Thüringischen Hauptstaatsarchiv Weimar. Auf zwei Projekte in der Ausstellung wies Seemann besonders hin: zum einen auf die virtuelle Wilhelmsburg, die für diese Ausstellung von Monumedia (Firma Bennert) entwickelt wurde. Ein zweites Projekt, das bleiben wird, sei die filmische Darstellung der Hexenszene aus "Macbeth", mit der nach den Worten Seemanns die Dramaturgie des Sturm und Drang der klassischen Dramaturgie Goethes und Schillers gegenüber gestellt wird. Herzliche Dankesworte adressierte der Stiftungspräsident insbesondere auch an Klaus-Jürgen Sembach, der gemeinsam mit Gottfried von Haeseler die Ausstellungsgestaltung entworfen hat, "eine enorme Leistung, ohne dafür ein Honorar von uns zu erwarten." "Ereignis Weimar": Bis 4. November im Stadtschloss, Di-So 10-18 Uhr
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