Ausgrabungsstätte Wysburg
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 Ausgrabungsstätte Wysburg
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 Ruine der Wysburg
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Etwa 1,5 km von Weisbach, einem Teil der Einheitsgemeinde Remptendorf entfernt, gelangt man über einen Waldweg zu einer Ausgrabungsstätte, auf der man die Überreste der mittelalterlichen Wysburg besichtigen kann.
Die Wysburg, im Volksmund auch Hohewaldsburg genannt, war einst Sitz der Verwaltung und der Gerichtsbarkeit einer kleinen Grundherrschaft, zu der die Dörfer Weisbach, Thimmendorf, Drognitz, Lothra und Heinersdorf gehörten. Wann genau sie errichtet wurde, ist bislang unbekannt. Als relativ sicher gilt jedoch, dass die Befestigungsanlage bereits Ende des 13., Anfang des 14. Jahrhunderts durch Belagerung stark beschädigt war und um 1330 auf gegeben wurde.
Einer Sage nach hätten Raubritter die Burg bewohnt, welche die gesamte Umgebung plünderten und brandschatzten. Der Überlieferung zufolge ließen sich die Ritter aus den erbeuteten Schätzen zur Kurzweil ein Kegelspiel machen, das aus acht goldenen Kugeln und neun silbernen Kegeln bestand. Als nun Rudolf auf seinem Feldzug gegen Raubritter durch Deutschland kam, zog er auch vor die Wysburg. Auf der westlich der Burg gegenüberliegenden Höhe bei Neuenbeuthen, vom Schlossberg durch den Umschützbach getrennt, errichteten Rudolfs Männer zusammen mit einem Erfurter Aufgebot große Steinschleudern. Als die Ritter in der Burg die schweren Maschinen sahen, lachten sie; und als die ersten Steinkugeln an die Mauern flogen, riefen sie den Belagerern höhnische Worte zu und winkten mit Gänseflügeln, um damit anzudeuten, dass mit Federwischen der Schaden wegzufegen sei. Es dauerte jedoch nicht lange, da klafften in der mächtigen Mauer große Breschen. Die Ritter, die ihr Ende kommen sahen, warfen ihre ganze Beute an edlem Schmuck und Gesteinen mitsamt dem goldenen Kegelspiel in den bis auf den Ottergrund hinabführenden Burgbrunnen. Wenige Stunden danach war die Burg in den Händen der Belagerer, die sie vollständig zerstörten und die Raubritter aufhängten. Von dem goldenen Kegelspiel wurde jedoch nichts wiedergefunden.
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